Architektur

Less is more – eine etwas in die Jahre gekommene, aber immer noch aktuelle Regel für gutes Design. Bei der Restaurierung dieses Bauernhauses mit ca. 200 m2 Wohnfläche diente sie uns als Leitbild.

Zunächst haben wir die äußere Putzverkleidung Schicht für Schicht entfernt, bis darunter das Mauerwerk aus eiszeitlichem Feldgestein wieder zutage trat – einem für diese Gegend typischen Baumaterial.

Inzwischen überflüssige, im Laufe der Jahrzehnte hinzugefügte Bauteile haben wir dann vom Haus entfernt. Durch diese bauliche Reduzierung auf das Wesentliche wurde das Wohnhaus nun wieder Teil der ursprünglichen Struktur des Dreiseitenhofs.

Mit modernen Fenstern und Glastüren wurde nun eine glatte und zurückhaltende Struktur gegen das raue Naturgestein gesetzt. Die unterschiedlichen Texturen setzen sich gegenseitig in Szene. Die zum Teil verwitterten Ziegel am Haus mussten ausgebessert werden.

Dazu wurde die Giebelwand einer einsturzgefährdeten

Scheune auf dem Grundstück abgerissen und deren Ziegel wiederverwendet.

 

Insgesamt folgten die Arbeiten einem einfachen Prinzip: Neues hinzufügen ohne das Alte zu überdecken. Indem überflüssige Anbauten entfernt wurden, kamen die vorhandenen Strukturen wieder zur Geltung, dem Ursprüng-lichen wurde mehr Raum gegeben.

Heute verfügt das

Haus über vier Schlafzimmer mit Doppelbetten. Das ausgebaute Dachgeschoss beherbergt einen großen, sonnendurchfluteten Wohnbereich mit Kamin. In der großen Wohnküche macht ein traditioneller Holzherd mit Backrohr in moderner Ausführung Lust auf Kochen á la Paul Bocuse. Für die Zubereitung ausgefallenerer Speisen steht zusätzlich ein state-of-the-art

 

Induktionsherd zur Verfügung.

In der riesigen Badewanne im modernen Badezimmer kann man problemlos auch zu zweit entspannen. Der Hof mit seinem großen Sonnendeck lädt ein zum Sonnenbaden und bietet Schutz vor Einblicken der Nachbarn.